Ausbau der Schullandschaft entsprechend dem Einwohnerwachstum

Laufende Nummer: 
220
Art der Übermittlung: 
Internet
Betrifft: 
Themenfeld: 

Gerade im Norden Potsdams wird die Fehlplanung der Verwaltung in Bezug auf die Schulkapazitäten immer deutlicher: Die gerade zwei Jahre in Betrieb befindliche Grundschule 3 im Bornstedter Feld wird zum neuen Schuljahr deutlich mehr Kinder aufnehmen müssen, als ursprünglich geplant. Damit wird zum Beispiel das so viel gelobte Konzept von zwei Räumen pro Klasse, damit schwächere Kinder besser gefördert werden können faktisch abgeschafft, Klassen müssen zudem in den Räumlichkeiten des Hortes unterrichtet werden etc.. Neu zugezogene Kinder im Norden können nicht in den nahegelegenen Schulen angenommen werden, sondern müssen quer durch die Stadt zur Schule fahren. Die in den letzten Monaten viel diskutierte Containerlösung auf dem Schulhof dieser neuen Grundschule wurde gerade noch abgewendet. Allein die mittägliche Essenversorgung wäre bei den dann drohenden Schülerzahlen vollständig kollabiert, vom Platz auf dem Schulhof ganz zu schweigen. Trotzdem wird es Containerschulen im Norden (z.B. in Bornim) geben, da verantwortliche Planer den Zuzug von Familien zwar massiv fördern, die für Kinder und Familien notwendige Infrastruktur aber vernachlässigen. Zur Verantwortung wird niemand gezogen: "Da muss man halt mal näher zusammenrücken." Haben das die Kinder der Karl-Förster-Schule nicht schon lange genug in der Vergangenheit getan? Wo bleibt bitte das Geld aus Verkäufen von teuren Baugrund, auf dem beispielsweise gerade wieder ein Wohnkomplex mit 198 neuen Wohnungen im Bornstedter Feld entsteht. Wo werden die Kinder, die in diese Wohnungen einziehen zur Schule gehen, wenn die vorhandenen (Grund-) Schulen schon jetzt an ihre Grenzen stoßen?
Ich fordere eine realistische, an den künftigen und den tatsächlichen Einwohnerzahlen orientierte Familienpolitik, die für ausreichende Schul- und Kita-Plätze, Sportanlagen, Kinderspielplätze, Schwimmbäder und andere Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jungendliche sorgt. In Potsdam werden durch die öffentliche Hand vermutlich die höchsten Preise für Grundstücke in ganz Brandenburg realisiert. Da darf doch bitte die Infrastruktur für Familien in den "verkauften" Gebieten nicht in den Hintergrund treten.

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Während der Vorauswahl (Priorisierung im Bildungsforum Potsdam und im Internet) erhielt dieser Vorschlag eine ausreichende Punktzahl von den Potsdamerinnen und Potsdamern und wurde aufgrund des gleichen Inhalts mit einem anderen Vorschlag zusammengefasst. Der zusammengefasste Vorschlag wurde in die "Liste der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger" unter der LVBB-Nr. 34 aufgenommen.