Öffentliche Stege als Wasserzugänge für Freizeitpaddler schaffen

Votierungsliste Nummer: 
39
Laufende Nummer: 
38
Art der Übermittlung: 
Internet
Betrifft: 
Themenfeld: 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, geeignete Stellen für Stege mit naher Parkmöglichkeit als Wasserzugänge für Freizeitpaddler zu errichten.

Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam: 

Die Landeshauptstadt Potsdam hat im Sinne des Antrages in der Neustädter Havelbucht eine Kanuein- und -ausstiegsstelle eingerichtet. Weitere Möglichkeiten werden gegenwärtig vorbereitet. Hierzu zählt insbesondere der Bereich in Höhe der Humboldtbrücke neben der Marina, in dem ein Kanu-Rastplatz geschaffen werden soll. Desweiteren soll kurzfristig in der Alten Fahrt vor dem Museum Barberini eine Anlegemöglichkeit angeboten werden. Unter Beachtung von wasser-, naturschutz-, denkmal-, städteplanerischer und haushaltstechnischer Belange, werden weitere Möglichkeiten geprüft (wie z. B. Stadtkanal in Höhe der Großen Fischerstraße oder Berliner Straße).
Die konkret mit dem Vorschlag verbundenen Standorte sind aus naturschutzrechtlichen Aspekten bzw. aufgrund unzureichender landseitiger Erschließungen nicht Gegenstand aktueller Überlegungen.

Kosten der Umsetzung: 

Als Referenzobjekt für die Herstellung geeigneter Kanuein- und -ausstiegsplätze kann in diesem Zusammenhang die Anlegestelle in der Neustädter Havelbucht dienen, die Kosten von insgesamt 103.000 Euro verursacht hat. In dieser Summe einbegriffen sind die reinen Baukosten, die Kampfmitttelfreigabe, die Kosten des Prüfingenieurs, die Baugrundkosten und die Planungsleistungen.
Über die erwähnten, zum Teil bereits umgesetzten Projekte (in der Havelbucht, an der Humboldtbrücke und der Alten Fahrt) hinaus sieht der Fachbereich Grün- und Verkehrsflächen der Landeshauptstadt Potsdam gegenwärtig keine Möglichkeiten, Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Der Vorschlag wurde im Bürgerhaushalt 2018/19 der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der Vorauswahl / Priorisierung ausreichend Punkte und wurde in die „Liste der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger“ unter der Nummer 39 aufgenommen. Der Vorschlag erhielt bei der abschließenden Votierung keine ausreichende Punktzahl und konnte aus diesem Grund nicht in die "TOP 20 - Liste der Bürgerinnen und Bürger" aufgenommen werden.


>> Originalvorschlag:

Nr. 38 - Öffentliche Stege als Zugänge für Freizeitpaddler schaffen
Potsdam zeichnete sich durch eine Vielzahl von Wasserzugängen aus. Da jedoch der Zugang zu nahezu allen vereinseigenen bzw. privaten Steganlagen von verschlossenen Toren vor „unbefugten“ Paddlern gesichert wird, fällt es den Potsdamer Freizeitsportlern schwer, ihre Boote zu Wasser zu bringen. Anders als in den Städten Werder und Brandenburg, in denen es viele geeignete frei zugängliche Stege mit naher Parkmöglichkeit für die transportierenden Autos gibt, kenne ich in Potsdam nur sandige oder erdige Uferstücke, an denen man ein Boot umständlich einsetzten kann. 3 bis 4 Stege über das Stadtgebiet verteilt wäre meiner Meinung nach das Mindeste, was eine Stadt, die sich auch der Förderung des Breitensport verschrieben hat, ihren Bürgern zur Verfügung stellen sollte.
Geeignete Stellen für einen Steg mit naher Parkmöglichkeit sehe ich z.B. beim Bahnhof Griebnitzsee, an der Friedrich-List-Straße zur Nute hin, am Ende der Kastanienallee zur Havel usw.
Die Finanzierung der Steganlagen kann durch Einsparung bei der Förderung von gemeinnützigen Wassersportvereinen erreicht werden, da diese Vereine sich durch die Absperrung ihrer Steganlagen in diesem Bereich offensichtlich ihrer Gemeinnützigkeit entziehen. Alternativ könnten die Vereine ihre Stege auch den Bürgern zur Verfügung stellen, um damit eine Kürzung ihrer Zuschüsse zu vermeiden.

Kommentare

Die Marina am Tiefen See neben der Humboldtbrücke bietet seit Jahren allen Paddlern, Kanuten und muskelbetriebenen Booten kostenlos komfortable Anlege- sowie Ein- und Ausstiegmöglichkeiten inkl. Nutzung der Sanitäranlagen, Abfallentsorgung und Ein- und Aussetzen der Boote auf der bequemen Slipanlage sowie Pkw-Stellplätze. Die Marina ist täglich geöffnet und für alle zugänglich. Eine zusätzliche Anlegestelle unmittelbar daneben ist dort Geldverschwendung.

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