Umgehungsstraße realisieren (Havelspange, 3. Havelübergang)

Votierungsliste Nummer: 
38
Laufende Nummer: 
567
Art der Übermittlung: 
Internet
Betrifft: 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Landeshauptstadt Potsdam setzt sich für die Wiederaufnahme des Projekts Umgehungsstraße (Havelspange, 3. Havelübergang) ein, auf Grundlage der bereits vorhandenen Projektierungen zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs (B2 bis Wetzlarer Straße).

Bewertung / Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam: 

Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung „Verkehrsentlastung durch Umgehungsstraße bzw. weiteren Havelübergang“ (DS 17/SVV/0837) sowie zum Antrag „Prüfung einer Umgehungsstraße für Potsdam“ (DS 18/SVV/0748) wurde festgelegt, dass die Betrachtung mit der nächsten Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts (StEK) Verkehr erfolgen soll. Die Fortschreibung des Konzepts ist voraussichtlich ab 2020 vorgesehen (DS 17/SVV/0837). In diesem Rahmen kann eine solche Maßnahme erneut fachlich fundiert und mit allen Auswirkungen auf das Verkehrsnetz der Landeshauptstadt Potsdam und der Gemeinden im Umland betrachtet werden. Eine vorherige, insbesondere eine isolierte, Betrachtung ist fachlich nicht sinnvoll und entspräche auch nicht den vorliegenden Beschlüssen.

Kosten der Umsetzung: 

Die Kosten für die Prüfung der Ortsumgehung im Rahmen der Erarbeitung des StEK Verkehr sind im Einzelnen nicht bezifferbar.

 

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Der Vorschlag wurde im Bürgerhaushalt 2020/21 der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der Vorauswahl / Priorisierung ausreichend Punkte und wurde in die „Liste der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger“ unter der Nummer 38 aufgenommen. Der Vorschlag steht bei der abschließenden Votierung ab 30. September 2019 erneut zur Abstimmung.

>> Der Vorschlag wurde nach der Priorisierung vom Redaktionsteam, in dem Vertreter der Bürgerschaft und Verwaltung tätig waren, aus mehreren Vorschlägen zusammengefasst:

Originalvorschläge:

567. Umgehungsstraße (3.Havelübergang, Havelspange)
Dieser Vorschlag erreichte im Bürgerhaushalt 2018/19 bei der abschließenden Votierung insgesamt mit 12.453 Punkten das zweithöchste Ergebnis. In einer Forsa-Umfrage votierten 2019 über 70 % der Befragten Potsdamer für eine entsprechende Lösung. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll das Thema bei der Überarbeitung der Stek Verkehr 2020 erneut beraten werden. Entgegen der von einer Mehrheit der Potsdamer zum Ausdruck gebrachten Unterstützung dieser Maßnahme wird von der Stadtverordnetenversammlung, von fast allen Parteien und der Stadtverwaltung neuerdings davon kaum Notiz genommen, obwohl sich die diesbezügliche Verkehrssituation weiter zugespitzt hat und von den besonders Betroffenen allmählich erkannt wird (z.B.  Ortsdurchfahrt  Grube oder Golm mit dem Vorschlag, eine Seilbahn zu errichten! oder Verkehrslösungen für Krampnitz). Leider war vor 15 Jahren der Ortsteil Golm der Hauptgegner des in der  Versenkung verschwundenen Projektes. Damit das Projekt „Umgehungsstraße“ nicht in Vergessenheit gerät, sollte im Bürgerhaushalt 2020/21 dieses Thema unverändert, weil weiter aktuell, aufgenommen werden. Wiederaufnahme der Planungen für eine Umgehungsstraße (Havelspange, 3. Havelübergang) auf der Grundlage bereits vorhandener Projektierungen zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs (B 2 bis Wetzlarer Straße). Für die künftigen Bewohner des Krampnitzer Kasernengeländes und des Bornstedter Feldes würde eine schnelle Verbindung zur A 10 und den Bundesstraßen B 1 und B 2 ohne Durchfahrt durch die Innenstadt geschaffen und die Bewohner von Fahrland könnten von einer Ortsumfahrung profitieren. Die Einpendler aus dem Umland und der A 10-Abfahrt Potsdam-Nord, die südliche und westliche Stadtteile ansteuern, würden die Belastung der B 273 in Bornim und Bornstedt verringern. Golm mit Wissenschaftspark und Universität wäre der größte Nutznießer einer solchen Umfahrung. Die Zufahrtsmöglichkeit zu diesen Einrichtungen von überregionaler Bedeutung reicht gegenwärtig nicht aus (Leest - Grube, Kaiser-Friedrich-Straße oder Bornim). Weitere Wohnbauten, Gewerbeansiedlungen und Erweiterungen des Wissenschaftsparks haben in Golm zu der Erkenntnis geführt, dass sich damit zunehmende Verkehrsbelastungen ergeben, und der Golmer Ortsbeirat setzt sich jetzt für einen zusätzlichen Anschluss an die bereits überlastete Straße nach Bornim ein. Obwohl auf Beschluss der Stadtverordneten das Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurde, werden Potsdam und betroffene Anliegergemeinden nicht ohne eine Umgehungsstraße die künftigen Verkehrsprobleme lösen.

1227. Umgehungsstraße über die Havel Richtung Brandenburg
Dringlich ist die Umgehungsstraße über die Havel Richtung Brandenburg. Damit wäre der Innenstadtverkehr und der CO2-Austritt in Potsdam stark reduzierbar. Das Vorhaben sollte schon vor vielen Jahren realisiert werden und lag auch bei der letzten Bürgerbefragung an 1. Stelle. Wagen Sie es endlich.

37. Verkehrsführung: Ortsumfahrung
Tatsache ist, dass sich täglich Unmengen von Autos durch die Innenstadt quälen, um diese in Richtung Norden oder Westen wieder zu verlassen. Große LKWs und Sattelschlepper benutzen besonders die B273, um Richtung Autobahn zu gelangen. Die Staus an der Langen- und Humboldtbrücke und Behlertstraße sind unerträglich. Blechlawinen quälen sich am Neuen Garten entlang. Das ist eine der schönsten Ecken unserer Stadt und ein Aushängeschild des Tourismus. Es stinkt und ist unerträglich laut. Als Radfahrer lebt man in Lebensgefahr, da die Enge der Straße kaum ein Überholen zulässt. In unseren Augen ist eine vernünftige ORTSUMFAHRUNG wie bereits in vielen Gemeinden üblich, unabdingbar. Eine Optimierung der Radwege ist ja gut und schön. Die Mengen an Autos und LKWs werden deshalb jedoch nicht weniger!, Selbstverständlich ist die Finanzierung ein gewaltiges Projekt und als "normale" Potsdamerin Anfang 40, kann ich die Komplexität dieses Vorhabens nur erahnen. Es ist jedoch für mich und VIELE Potsdamer absolut unerklärbar, warum Schlösser und Kirchen wiederaufgebaut werden. Das Geld für den Aufbau der Garnisonskirche und auch des Stadtschlosses hätte wunderbar dafür verwendet werden können. Kultur und Erinnerung sind wichtig. Das steht nicht zur Diskussion. Dennoch:, Die (Steuer-) Gelder nicht für den Wiederaufbau sondern für die Menschen und das Leben im Hier und Jetzt verwenden. Es ist auch denkbar, einen Teil der Gelder durch freiwillige Spenden zu sammeln. Bei Aktionen, Konzerten, Festen. Bekanntmachung in den sozialen Netzwerken etc. Man findet so viele Stände auf der Brandenburger Straße. Warum nicht einen Stand von der Stadt? Information über die aktuelle Situation.... Möglicherweise wäre eine Sammelaktion eine Idee, bspw. beim Kauf von.... geht ....Cent / Euro, Oder vielleicht ein Thema für eine Diplom- oder Doktorarbeit im Rahmen eines Ingenieurstudiums (Straßenbau oder oder...)

917. Umgehungsstraße von Babelsberg zum Norden
Folgende Investition ist mir besonders wichtig: Dritter Havelübergang von der Wetzlarer Straße über den Templiner See bis hin zur B273.

481. Innenstadt entlasten: 3. Havelübergang
Ich bin für einen 3. Havelübergang: Dieses Anliegen seit Jahren hat die Stadt verpatzt: Es ist bekanntlich ein Chaos für die Innenstadt. Problem der Luftbelastung, Arbeitszeit ect. man kann die Reihe stark erweitern. Es macht die Pendler, Berufsfahrer und Touristen wütend, wenn man von A nach B will/muss.

1151. Endlich den dritten Havelübergang schaffen
Die Stadt sollte endlich den dritten Havelübergang schaffen, um einen Teil des Verkehrs der Stadt zu entlasten. Dieser Vorschlag wurde schon seit längerer Zeit gemacht, er wird aber einfach ignoriert, ohne eine adäquate Alternative zu bieten.

1009. Deutliche Verkehrsentlastung durch 3. Havelübergang
Dieser Vorschlag wird seit mindestens 25 Jahren diskutiert, findet aber leider keine Umsetzung: Der 3. Havelübergang! Das hätte bzw. das würde der Potsdamer Innenstadt eine deutliche Verkehrsentlastung gebracht bzw. bringen. Das will aber in der heutigen Zeit keiner hören, denn es geht um Verkehrsvermeidung mit völlig unbrauchbaren Mitteln: Fahrspurwegnahme, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h sogar auf Bundesstraßen, ggf. LKW-Fahrverbote. Lieferverkehr mit Lastenrädern, immer teurer werdender ÖPNV. Wenn an einer Potsdamer Havelbrücke gebaut wird, ist Stau unausweichlich. Er wäre interessant zu berechnen, wie viel Tonnen CO2 dadurch mehr ausgestoßen werden.

963. Havelübergang
Ein Dritter Havelübergang / Havelspange würde die Stadt um mindestens 25% vom Durchfahrtsverkehr entlasten. Dann müssten nicht weiterhin die Lastwagen und KFZ Verkehr durch die Stadt fahren und könnte diese umgehen.

476. Umgehungsstraße / 3. Havelübergang
Zur Entlastung der katastrophalen Verkehrssituation schlage ich Umgehungsstraßen insbesondere einen 3. Havelübergang vor.

703. Dritter Havelübergang an der Templiner Brücke
Ich fordere einen dritten Havelübergang an der Templiner Brücke. Dieser war schon in der DDR in den 80ger Jahren geplant. Er wäre die beste und kostengünstigere Lösung gegenüber Seilbahnen oder Tunneln.

733. Verkehr entlasten durch Umgehungsstraße
Potsdams Verkehrsplanung ist eine Katastrophe. Die Stadt kann Autos nicht verteufeln, indem sie eine einzige Baustelle ist: Stau, Stau, Stau. Eine Umgehungsstraße sollte gebaut werden. Denn je mehr Einwohner die Stadt hat, desto mehr Autos gibt es auch.

77. 3. Havel-Übergang
In einer Attraktiven Stadt steht man nicht im Stau. Die Stadtverwaltung löst Probleme mit dem Verkehr vorausschauend.

299. 3. Havel-Übergang
Ich finde, ein dritter Havelübergang sollte für Potsdam ökologisch sinnvoll gestaltet realisiert werden.

800. Verkehrslösung: Havelspange
Verkehrslage in den Griff bekommen und Havelspange planen und bauen!,

1214. 3. Havelspange
Entlastung Verkehrssituation durch die „3. Havelspange“

466. Dritter Havelübergang am Templiner See
Die Stadt sollte sich endlich auf den dritten Havelübergang am Templiner See konzentrieren. Wir brauchen diese sehr wichtige Verbindung von der B1 zur B2 beim Nesselgrund. Handel und Wirtschaft funktionieren nur, wenn die Infrastruktur mitwächst und gleichzieht. Die Straße am Bahnhof Pirschheide ist doch schon vorhanden. Ein berühmter Mann sagte einmal: ?Manchmal muss das Dorf niederbrennen, wenn ich eine Stadt errichten will.? Baut gleich die Verlängerung von B1 zur B273 über die Forststraße und baut die Zeppelinstraße wieder zurück.

754. Innerstädtischen Verkehr entlasten: ISES / 3. Havelübergang
Ein dritter Havelübergang und die Weiterführung des Projekts ISES sind wichtig. Beide Investitionen entlasten nachhaltigst den innerstädtischen Verkehr. Zu glauben, dass der Individualverkehr zurückgedrängt werden kann (zB durch Erhöhung der Parkraumbewirtschaftung) halte ich für illusorisch.

84. Endlich 3. Havelspange für Potsdam
Potsdam's Verkehr braucht dringend eine dritte Havelspange, um den Verkehr durch die Innenstadt zu entlasten. Jedes Jahr wird Potsdam größer, mit immer mehr Einwohnern. Und jedes Jahr ziehen mehr Menschen in die umliegenden Orte. Aber die Verkehrslage, die immer schlimmer wird, wird nicht beachtet.

Die Votierung im Internet und auf dem Postweg für den Bürgerhaushalt 2020/21 läuft vom 30. September 2019 um 00:00 Uhr bis zum 06. Dezember 2019 um 23:59 Uhr.

Dieser Vorschlag hat bisher folgende Bewertung erhalten:

Online-Abstimmung: 4612 Punkte
Postweg: 3748 Punkte
Abschluss-Veranstaltung: 0 Punkte

Die Gesamtpunktzahl beträgt damit bis jetzt 8360 Punkte.

Auf dem Votierungsbogen finden Sie diesen Vorschlag in der Kategorie Bürgervorschläge zur Investitionsplanung. Der Vorschlag hat die Nummer 38.

Kommentare

Wer diesen Vorschlag aufmerksam liest, wird unschwer erkennen, dass auch hier wieder Verkehr und Autoverkehr ineins gesetzt wird. Das jedoch ist schon die Grundlage des Problems, was hier zu lösen vorgegeben wird. So kann mithin keine wirkliche Lösung entstehen, allenfalls nur eine Verschiebung von einem zum anderen.

Verkehr als Begriff umfasst die Gesamtheit aller Verkehrsarten, mithin nicht nur den Autoverkehr + x, wobei unter "x" diesmal eine Seilbahn als Ergänzung daherkommt.

Wer die Möglichkeit und den Zugriff auf andere Verkehrsmittel hat, soll sie auch nutzen. Dies geschieht unzureichend.

Die zweite Kritik, die ich anbringen will, ist die Begriffsverwirrung zwischen Potsdamer Ortsumgehung und Havelspange. Beides ist nicht identisch. Die Havelspange ist die bloße Verbindungsstraße zwischen der B 1 in Höhe Pirschheide und der gegenüberliegenden B 2, um den AUTOverkehr bereits hier die Seiten wechseln zu lassen. Die Ortsumgehung meint hingegen die ganze Verbindung zwischen Marquardt und Nuthestraße. Und damit eben auch die Autobahn-Abkürzung zwischen Potsdam-Nord und Michendorf unter Umgehung der Autobahn-Dreiecke Werder/Havel und Potsdam.

Die LKW-Speditionen werden diese Abkürzung dankbar annehmen. Und dies umso mehr, je kreuzungsfreier diese vorgeschlagene Straße ausgeführt wird bzw. werden soll. Auch das wird hier ausgeblendet.

Mit der"Havelspange"fängt es an,dann fehlen noch diverse Zu und Abfahrten und immer so weiter.Auf einmal stehen die ersten Häuser im Wildpark! Vielen Dank auch für diesen Autolobby Vorschlag.

Für alle, die diesen Zombie Potsdamer Verkehrspolitik noch nicht kennen, hier die Karte der nimmermüden Vertreter dieses Vorschlages:

http://havelspange.de/wp-content/uploads/2015/04/Karte-mit-Strecke.png

In Worten: Bei Bornim werden ein paar Kilometer Straße durch Grün- und Ackerland gebaut. Diese wird durch das Zentrum von Golm geführt, wie alle Ortskundigen wissen ist dort jede Menge Platz. Südlich von Golm ignoriert die Straße gekonnt die ausgedehnte Eisenbahn-Infrastruktur, bevor sie sich – mehr oder weniger (eher weniger) – an den Gleisen entlang durch den Wildpark West nach Südosten bewegt. Wie Potsdamer, die sich gelegentlich auch zu Fuß oder per Rad bewegen wissen, ist dieser Wildpark West ein ausgedehntes Waldgebiet. Bäume und Straßen sind natürliche Konkurrenten um Platz. In den letzten 100 Jahren ging das i.d.R. zuungunsten der Bäume aus. So auch im Wildpark. Man müsste tausende Bäume fällen. Es ist ja nicht nur eine Straße, sondern auch eine Straße mit Auffahrten, Brückenrampen, usw. Apropos Brücke: In einer ingenieurstechnischen Meisterleistung quert die Straße dann auf einer Brücke den Templiner See. Wer unter dieser Bezeichnung vor allem ein Naherholungsgebiet kennt: Ja, genau dieses. Auf der gegenüberliegenden Uferseite findet sich erneut ein Waldgebiet, noch größer als der Wildpark. Genau, wieder diese Bäume, tausende von denen. Die Straße verlässt irgenwann den Wald und zieht friedlich durch Grünland und an ein paar vereinzelten Siedlungen vorbei (freilich ohne Lärm). Sie nutzt das großzügige Platzangebot und findet Anschluss an die Nutheschnellstraße.

Wenn dieses Wahnsinnsprojekt fertig ist:

- hat es einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag gekostet
- hat es ausgedehnte Waldgebiete im Potsdamer Westen zerschnitten, von Kulturland ganz zu schweigen
- hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass zumeist eine Person in einem tonnenschweren Gefährt mit dem Platzangebot eines urbanen Raumes nicht vereinbar, teuer, ressourcenineffizient ist
- wird man feststellen, dass mehr Straßen nicht zu weniger, sondern zu mehr Verkehr führen (warum in Golm zu Rewe, das Sterncenter ist jetzt nur 15 Minuten entfernt)
- hat die Erde mehr als 1,5°C Temperaturerhöhung gerissen

@ CM
Im Grunde genommen fußen derartige Projekte ja auf einem Uralt-Verständnis und sind völlig gleich, wo sie geplant werden, von einem gekennzeichnet: Wo es um den "Verkehr" geht - unter dem per Definition ausschließlich der Autoverkehr zu verstehen sei - da ist kein Baum, da ist kein Naherholungsgebiet und keine gewachsene Gemeindestruktur zu schade.

Eigentlich wäre es müßig, auf derartige Argumentationen einzugehen, die schon nach der ersten oder zweiten Silbe erkennen lassen, wie eingeschränkt und damit fehlgeleitet das Verständnis von Verkehr ist.

Wie kann es befördert werden, dass sich das Verkehrsverständnis erweitert, analog dessen, dass in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten unter "warmer Mahlzeit" ganz klassisch Schnitzel + "Sättigungsbeilage" in Form von Salzkartoffeln und Dosengemüse verstanden wurde und die weitaus größere Freiheit beim Essen sich erst nach und nach einstellte, ja, in einigen Gegenden bis heute nicht greift?

Wer es ernst meint mit der Lösung der Potsdamer Verkehrsprobleme, der stärkt den ÖPNV, vor allem der Regionalbahnen, baut zusätzliche Radwege und plant und baut endlich die seit langem nötige Umgehungsstraße mit einer Havelbrücke über den Templiner See und Verbindung zur Nuthestraße - ein Befreiungsschlag für den Verkehr!

Ich weiß ja nicht...

Dann können wir endlich dem Verkehrschaos entfliehen und in zügig, im PKW die Naherholungsgebiete erreichen!

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