Stadtbahn Potsdam 2035+, Tram-Offensive, bessere Takte, besserer ÖPNV

Laufende Nummer: 
1217
Art der Übermittlung: 
Internet
Betrifft: 

Die Stadt Potsdam wächst und wächst mit unglaublichen 4000 Einwohnern pro Jahr. Darum sollte man sich Gedanken über den Ausbau des ÖPNV machen. Das mit Abstand umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist die Straßenbahn, zudem kann sie Staus problemlos überwinden. Viele Städte arbeiten zurzeit an einem Konzept, die Straßenbahn als zukunftsfähiges Verkehrsmittel auszuarbeiten. Dabei wird häufig auf den Marketing-Namen Stadtbahn zurückgegriffen (Bsp. Erfurt, Halle/S., Braunschweig, Dresden, ...). Gerade Potsdam als Stadt im Wachstum braucht einen zukunftsfähigen Nahverkehr, die Buslinien können das nicht gewährleisten. Aufgrund von steigenden Einwohnerzahlen (2035 werden 220 000 Einwohner prognostiziert) wird der Individualverkehr zunehmen und die Straßen verstopfen.

Ein neues Konzept für eine Stadtbahn würde den Nahverkehr für die Zukunft absichern. Dieses könnte folgendermaßen aussehen:

Stufe 1 - Ausbau Nord-Süd-Achse: Heinrich-Mann-Allee (2021-2023)
Die Heinrich-Mann-Allee ist die wichtigste Verkehrsachse für die Straßenbahn in Potsdam. Bis zu 42 Züge passieren pro Stunde diese Straße. Hier der alte Zustand im Überblick:
· Gleislage: Besonderer Bahnkörper
· Gleismittenabstand: 2,60 m
· Barrierefreie Haltestellen: Ja
Der neue Zustand soll hauptsächlich den Gleismittenabstand erweitern. Außerdem wird Rasengleis angelegt
Friedrich-Ebert-Straße/Platz der Einheit (2023-2025)
Die Friedrich-Ebert-Straße ist eine zentrale Achse der Stadt und eine wichtige Verbindung in den Potsdamer Norden.
Ein Teil der Straße und die Haltestelle Rathaus wurden bereits 2013-2014 umgebaut.
· Gleislage: Straßenbündig, teilw. Trennung möglich
· Gleismittenabstand: 2,60 m
· Barrierefreie Haltstellen: Nein (bis auf Rathaus), Herstellung aber möglich
Durch die Erweiterung des Gleismitenabstandes können dann breitere Fahrzeuge die Nord-Süd-Achse nutzen. Desweiteren wäre aufgrund der enormen Belastung der viergleisige Ausbau am Platz der Einheit bei Entfall der Wendeschleife sinnvoll.
· Ost-West-Achse

Zeppelinstraße (2019/2020) und Kastanienallee (2021)
In der Zeppelinstraße soll in den nächsten Jahren eine Busspur für den ÖPNV vollständig abmarkiert werden. Die Kastanienallee soll aufgewertet werden, sodass de Tram in der Mitte der Straße auf separatem Gleiskörper verkehren kann.

Am Kanal und Berliner Straße (2025-2027)
Eine Generalsanierung hat auch dieser Straßenzug redlich verdient. Diese einmalige Chance sollte genutzt werden, die gesamte Straße entlang die Tram auf hauptsächlich Rasengleis zu separieren.

Rudolf-Breitscheid-Straße (2025-2027)
Hier geht es hauptsächlich um die Erweiterung des Gleismittenabstandes. Dennoch sollte vielleicht eine Verlegung der Trasse wenige cm nach Norden für das zweite S-Bahn-Gleis nicht ausgeschlossen werden...

Stufe 2 - Erweiterungen
1. Campus Jungfernsee - Krampnitz - Fahrland (2022-2025)
2. Bornstedt - Bornim - Golm (2025-2027)
3. Charlottenhof - Eiche (- Golm) (2027-2029)
4. Campus Fachhochschule - Sanssouci - Luisenplatz (2029-2031) (Siehe auch Vorschlag 54)
5. Hauptbahnhof - Babelsberg - Medienstadt - Betriebshof ViP (2031-2035)
6. Medienstadt - Beethovenstraße - Hubertusdamm - Steinstraße - Kohlhasenbrücker Straße/Stern (2033-2035)

Stufe 3 - Erweiterungen ins Umland
1. Glienicker Brücke - S Wannsee
2. Kohlhasenbrücker Straße - Stahndorf/Teltow
3. Rehbrücke Bhf - Bergholz-Rehbrücke
4. Potsdam - Wilhelmshorst/Michendorf (ExpressTram)
5. Pirschheide - Geltow - Werder
6. Krampnitz Ost - Groß Glienicke - Spandau

Netzstruktur - ZIELNETZ! Nach der Fertigstellung der Stufen 1 und 2 könnte das Netz folgendermaßen aussehen:

TRAMLINIEN – Tageslinien
91 Wissenschaftspark <> Golm Bhf <> [Campus Golm <> Eiche <> Campus Lindenallee <> Park Sanssouci Bhf <> Charlottenhof Bhf <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Waldstraße/Horstweg <> Rehbrücke Bhf]

92 Golm <> Bornim <> [Kirschallee <> Campus Fachhochschule <> Rathaus <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Waldstraße/Horstweg <> Bisamkiez <> Johannes-Kepler-Platz <> Gaußstraße <> Marie-Juchacz-Straße]

93 Glienicker Brücke <> Holzmarktstraße <> Platz der Einheit/Bildungsforum <> Platz der Einheit/West <> Luisenplatz <> Charlottenhof Bhf (<> Pirschheide Bhf)

94 Pirschheide Bhf <> Charlottenhof Bhf <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Lutherplatz <> S Babelsberg <> S Babelsberg/Wattstraße <> Fontanestraße

95 Stern <> Medienstadt Bhf <> Willy-Frohwein-Platz <> S Babelsberg <> Holzmarktstraße <> Platz der Einheit/Bildungsforum <> S Hauptbahnhof Bhf <> Waldstraße/Horstweg <> Rehbrücke Bhf

96 Fahrland <> [Krampnitz <> Campus Jungfernsee <> Campus Fachhochschule <> Rathaus <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Lutherplatz <> Willy-Frohwein-Platz <> Medienstadt Bhf <> Johannes-Kepler-Platz <> Gaußstraße] (<> Marie-Juchacz-Straße)

97 Campus Jungfernsee <> Campus Fachhochschule <> Schloss Sanssouci <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf (<> Waldstraße/Horstweg <> Bisamkiez)

TRAMLINIEN – Verstärkerlinie
98 (Kirschallee <> Campus Fachhochschule <> Schloss Sanssouci <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> Platz der Einheit/Bildungsforum <> Holzmarktstraße <> S Babelsberg/Wattstraße <> Fontanestraße)

TRAMLINIEN – Nachtliniennetz
N91 Wissenschaftspark <> Golm Bhf <> Campus Golm <> Eiche <> Campus Lindenallee <> Park Sanssouci Bhf <> Charlottenhof Bhf <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Waldstraße/Horstweg <> Rehbrücke Bhf

N92 Golm <> Bornim <> Kirschallee <> Campus Fachhochschule <> Rathaus <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Waldstraße/Horstweg <> Bisamkiez <> Johannes-Kepler-Platz <> Gaußstraße <> Marie-Juchacz-Straße

N94 Pirschheide Bhf <> Charlottenhof Bhf <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West <> S Hauptbahnhof Bhf <> Lutherplatz <> S Babelsberg <> S Babelsberg/Wattstraße <> Fontanestraße

N95 Stern <> Medienstadt Bhf <> Willy-Frohwein-Platz <> S Babelsberg <> Holzmarktstraße <> Platz der Einheit/West (weiter als Linie N97)

N97 Fahrland <> Krampnitz <> Campus Jungfernsee <> Campus Fachhochschule <> Schloss Sanssouci <> Luisenplatz <> Platz der Einheit/West (weiter als Linie N95)

TRAMLINIEN – Takte und Zeiten
Linie | Montag-Freitag | Samstag | Sonntag

| FHVZ|NVZ|SHVZ|SVZ | HVZ|NVZ|SVZ | HVZ|NVZ|SVZ

91 | 10| 10| 10| 20N| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N
10-Minuten-Takt nur zwischen Campus Golm/Eiche und Rehbrücke Bhf.

92 | 10| 10| 10| 20N| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N
10-Minuten-Takt nur zwischen Kirschallee und Marie-Juchacz-Straße.

93 | (20)| (20)| (20)| | (20)| 20| | 20| 20|
Montag-Freitag und Samstag in der Hauptverkehrszeit bis Pischheide Bhf, sonst nur zwischen Glienicker Brücke und Schloss Charlottenhof.

94 | 20| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N

95 | 20| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N| 20| 20| 20N

96 | (10)| 10| 10| | 20| 20| | 20| 20|
10-Minuten-Takt nur zwischen Krampnitz und Gaußstraße. Im frühen Berufsverkehr weiter bis Marie-Juchacz-Straße, sonst immer zwischen Fahrland und Gaußstraße.

97 | 20| 20| (20)| 20N| (20)| 20| 20N| (20)| 20| 20N
Montag-Freitag nachmittags und am Wochenende in der Hauptverkehrszeit bis Bisamkiez, sonst zwischen Campus Jungfernsee und Hauptbahnhof. Bei großem Bedarf könnte die Linie auch nach Krampnitz führen.

98 | (20)| (20)| (20)| | | | | | |
Nur Montag-Freitag.

Hinweise:
In runden Klammern gekennzeichnete Zahlen weisen darauf hin, dass nur zu diesen Zeiten der in runden Klammern gekennzeichnete Abschnitt bedient wird.
Zu den Verkehrszeiten mit 10-Minuten-Takt wird dieser nur in den mit eckigen Klammern gekennzeichneten Abschnitten gefahren. Auf dem Rest der Strecke wird im 20-Minuten-Takt gefahren.

Änderungen im Busnetz (nach Stufe 2)

X1/601 - Die Linie 601 entfällt, die X1 verkehrt nun im 10-Minuten-Takt. Am Sonntag besteht ein 30-Minuten-Takt, wobei die Linie am Johannes-Kepler-Platz endet.

602 - Diese Linie verkehrt neu Bhf Park Sanssouci nach Pirschheide Bhf

603 - Diese Linie verkehrt neu ab Höhenstraße über Reiterweg/Alleestraße, Reiterweg/Jägerallee, Jägertor, Mauerstraße, Friedenskirche, Schloss Sanssouci nach Eiche

604 - Die Linie endet bereits Krampnitz Ost statt Campus Jungfernsee

X5 - Die Linie verkehrt dauerhaft bis Wissenschaftspark Golm

605 - Die Linie verkehrt zwischen Eiche und Wissenschaftspark Golm

X6 - neu zwischen Krampnitz und Eiche über Amundsenstraße. Nur einzelne Fahrten in der HVZ.

606 - Die Linie verkehrt zwischen Eiche und Alt-Golm

609 - Die Linie verkehrt nun zwischen Fahrland, Satzkorn, Kartzow und Marquardt bzw. neu nach Priorat

X19 - Die Linie verkehrt neu zwischen Fahrland und Marquardt

610 - Diese Linie verkehrt zwischen Bahnhof Park Sanssouci und Wildpark-West bzw. Geltow in der HVZ

611 - Die Fahrten zum Hbf entfallen

612 - Diese Linie verkehrt neu zwischen Bornim und Golm und Töplitz.

614 - Diese Linie verkehrt außerhalb der HVZ nur zwischen Bornim und Gutenpaaren/Ketzin

X15 - keine Änderungen

617 - Diese Linie verkehrt neu im Stadtteil Babelsberg ab Betriebshof ViP über Fritz-Zubeil-Straße, Pestalozzi-, Paul-Neumann-, Plantagen-, Behring-, Scheffel-, Dom-, Karl-Marx-, Aughst-Bebel- und Prof.-Dr.-Helmert-Str. Zum Bhf Griebnitzsee

616 - verkehrt am S Bahnhof Babelsberg Schleife über Karl-Liebknecht-Straße., Lutherplatz und Daimlerstraße

631 - außerhalb der HVZ nur noch zwischen Werder und Pirschheide Bhf

638 - nur zwischen Krampnitz Ost und Spandau. Nicht über Ortslage Groß Glienicke

639 - neu zwischen Krampnitz Ost, Ortslage Groß Glienicke, Waldsiedlung und Seeburg (Engelsfelde)

690 - Linie verkehrt neu zwischen Kirschallee und Campus Jungfernsee und Kirschallee über Kirschallee, Am Vogelherd und Amundsenstraße. Ab Campus Jungfernsee weiter über Nedlitzer Straße, Am Schragen, Reiterweg/Alleestraße, Reiterweg/Jägerallee, Brentanoweg, Schloss Sanssouci und Krongut Bornstedt. Kleinbuslinie alle 60 Minuten

691 - Keine Änderungen.

692 - neu zwischen Kirschallee und Platz der Einheit, ab Jägertor neu über Nauener Tor / Kurfürstenstraße, Hebbelstraße, Klinikum, Burgstr./Klinikum nach Platz der Einheit. In der anderen Richtung über Bassinplatz.

693 - verkehrt am S-Bahnhof Babelsberg Schleife über Karl-Liebknecht-Straße, Rathaus, Daimlerstraße und Lutherplatz.

694 - Zweiteilung der Linie. Nur noch zwischen S Griebnitzsee und Küsselstraße

695 - neu zwischen S Griebnitzsee und Stern-Center/Gerlachstr.

696 zwischen August-Bebel-Straße und Gerlachstrase neu über Marlene-Dietrich-Allee Emil-Jannings-Straße, Heinrich-George-Straße, Großbeerenstraße, Medienstadt, Neuendorfer Straße und Joh.-Kepler-Platz

697 - nur bis Krampnitz Ost

698 - zusätzlich über Institut für Agrartechnik. Ab Rückertstraße Schleife über Kirche Bornim, Florastraße und Hügelweg. Ringschluss zwischen Campus Jungfernsee und Kirschallee über Am Vogelherd und Gartenstadt.

699 - keine Änderungen.

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 
Dieser Vorschlag wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt während der Vorauswahl keine ausreichende Punktzahl von den Bürgerinnen und Bürgern und konnte aus diesem Grund nicht im weiteren Verfahren berücksichtigt werden. Eine solche Zurückweisung bedeutet jedoch nicht, dass der Vorschlag keine weitere Beachtung findet. Zur Kenntnisnahme und möglichen Berücksichtigung wurde die Anregung dem zuständigen Fachbereich der Landeshauptstadt Potsdam zur Verfügung gestellt.

Kommentare

Die Taktzahlen sind sehr unübersichtlich. Kann man das nicht irgendwie in einer Tabelle darstellen?

Die Vorschläge sind ambitioniert, jedoch glaube ich nicht, dass der auch nach meiner Auffassung sehr sinnvolle Ausbau der Straßenbahn damit befördert wird. Das hat damit zu tun, dass in jeglicher Diskussion weit mehr das "Wider" als das "Für" diskutiert wird. Da gibt es ausgesprochene Negativ-Koalitionen wie bspw. in Frankfurt / Oder oder auch in Aachen.

Damit will ich keiner Geheimnistuerei das Wort reden, sehr wohl allerdings mich für einen gehörigen Schub aussprechen in Richtung Wertschätzung der Straßenbahn. Denn daran fehlt es. Immer noch steht die Formulierung, dass die Straßenbahn das Rückgrat des öff. Nahverkehrs ist, weitgehend auf dem Papier. Auf jeden Fall, wenn ich mir die Ost-West-Verbindung anschaue. Das grenzt dann schon an Fehlverwendung öffentlicher Fördergelder, weit mehr Busse auf einer Trasse fahren zu lassen als Straßenbahnen, wobei die Investitionen ja ganz gezielt für die Straßenbahn geflossen sind.

In Richtung Wertschätzung und sinnvoller "Hierarchisierung" zwischen Tram und Bus sollte erstmal begonnen werden. Dann gäbe es ggf. auch einmal ansprechende Fahrzeugmodelle wie bspw. in Frankreich.
;-

Letztlich bringen nur Straßen- und U-Bahnen die Menschen dazu auf das Auto zu verzichten, da jeder Bus genauso im Stau steht wie ein Auto. Wenn Potsdam nicht ersticken will, wird man die Gleise ausbauen müssen und zwar nicht nur zu Hasso Platt er, sondern da hin, wo jetzt schon so viele Menschen leben und bisher an nichts in Richtung ÖPNV gedacht wirde, in den Nordwesten. Bornim, Eiche, golm. Und dann natürlich auch Krampnitz, aber da wohnt ja fast noch niemand.

In Anbetracht der Palnungszeiten in Deutschland und der Amortisationszeiten von Trams halte ich das ganze Ansinnen für falsch.

In naher Zukunft wird ein Großteil des aktuellen Indivualverkehrs durch fahrerlosen Mietwagen-/Kleinbusverkehr mit dem großen Vorteil, dass der Mobilitätsdienstleister meinen Bedarf kennt und optimieren kann. Und gerade Mobilitätseingeschränkte (zB Alte) werden es zu schätzen wissen bis vor die Tür gefahren zu werden.

Wer 2020 noch eine Tram plant, vernichtet aus meiner Sicht vorsätzlich Steuergelder.

K-buerger,

der gegenwärtige Hype wird vollkommen überschätzt und ihn noch weiter zu befeuern, liegt natürlich im wirtschaftlichen Interesse der Anbieter.

Nichts und rein garnichts wird damit gelöst, nur anders bewältigt. Die "Wälle" zwischen der einen und der anderen Straßenseite aber bleiben bestehen, gleich, ob Privat-Auto oder Mietauto. Beides ist ein Fahrzeug, was Platz wegnimmt durch seine bloße Existenz und durch Abstand nach vorn und nach hinten.

Beim Fahrrad ist dies wesentlich gemindert und am Gemindertsten ist dies bei der Straßenbahn. Geht es um das wertvolle Gut "Platz", was innerhalb der Stadt ja nicht überreichlich vorhanden ist, ist jede Stadt mit einer Straßenbahn bestens bedient: Kassel hat seinerzeit bei Einführung der Niederflur-Straßenbahn sehr pfiffig mit einem Slogan geworben: "Ich bin über 100 PKWs."

Selbst wenn eine Straßenbahn nicht vollbesetzt ist, stimmt dies zu Hauptverkehrszeiten immer. Und das bei 40 Meter Länge. An eine solche Ausnutzung des raren städtischen Platzes reicht kein anderes Verkehrsmittel heran. Außer dem Zu-Fuß-Gehen.

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