Neugestaltung der Potsdamer Mitte umsetzen: Historischer Stadtgrundriss

Votierungsliste Nummer: 
40
Laufende Nummer: 
921
Art der Übermittlung: 
Post
Betrifft: 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Konzept zur Neugestaltung der Potsdamer Mitte, einschließlich des Abrisses des Gebäudes der Fachhochschule und ein Beginn der Neugestaltung der neuen Stadtquartiere entlang der Friedrich-Ebert-Straße, ist weiterhin umzusetzen. Der Beginn des Wiederaufbaus der Garnisonkirche in 2017 ist weiterhin zu unterstützen.

Bewertung / Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam: 

Der Vorschlag wird bereits umgesetzt. Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am 1. Juni 2016 mit dem Beschluss zur Konkretisierung des Leitbautenkonzeptes für die Blöcke III und IV, den Beginn der zweiten Umsetzungsstufe des Leitbautenkonzeptes gestartet. Für den die Neugestaltung der Potsdamer Mitte zwischen Alter Markt und Bildungsforum wurden Vorgaben für die Neubebauung und deren Nutzung sowie Verfahrensrichtlinien der Grundstücksvergabe festgelegt. Nach dem ab Oktober 2017 geplanten Abriss des alten Fachhochschulgebäudes ist auf dem circa 25.000 Quadratmeter großen Areal die Neubebauung von 30 Parzellen entlang der Friedrich-Ebert-Straße, Alter Markt, der früheren Kaiserstraße geplant. Drei Gebäude davon erhalten eine historische Fassade zur Straße, der Großteil soll mit zeitgenössischer Architektur gestaltet werden. Entstehen sollen zwei lebendige Stadtquartiere, mit einem Nutzungsmix aus überwiegend Wohnen (davon ein Drittel mietpreis- und belegungsgebunden) sowie kleinen Läden, Restaurants, Cafés, Ateliers und Raum für Kunst und Kultur.

Kosten der Umsetzung: 

Finanzierung im Rahmen der Gesamtmaßnahme Sanierungsgebiet Potsdamer Mitte durch Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz (inkl. bereits bestätigter Kommunaler Mitleistungsanteil (KMA) von jeweils 20 %).

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Der Vorschlag wurde im Bürgerhaushalt 2017 der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der Vorauswahl ausreichend, bei der abschließenden Votierung insgesamt 6.090 Punkte und wurde unter der Nummer 19 in die "TOP 20 - Liste der Bürgerinnen und Bürger" aufgenommen und am 2. November 2016 unter der Nummer "16/SVV/0695" der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Entscheidung übergeben. Wie bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen wurde im Finanzausschuss (21.12.2016) über zwei Teile abgestimmt. Bestätigt wurde die Forderung, die Neugestaltung der Potsdamer Mitte „einschließlich des Abrisses der Fachhochschule“ weiter zu realisieren. Abgelehnt wurde dagegen der zweite Teil des Vorschlags zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Garnisonkirche durch die Stadt. Der Finanzausschuss empfiehlt daher folgende geänderte Annahme:  Das Konzept zur Neugestaltung der Potsdamer Mitte [...] ist weiterhin umzusetzen. Die Stadtverordnetenversammlung folgte in ihrer Sitzung vom 1.3.2017 der Empfehlung.

Rechenschaft zur Umsetzung:

Für die neuen Parzellen im Block III wurde 2018 das Grundstücksvergabeverfahren durchgeführt. Die Fachhochschule und die Freifläche des Staudenhofs wurde rückgebaut und die Erschließung der künftigen Blöcke III und IV fertiggestellt. Nach dem Bau der Tiefgarage im Block III startet der Hochbau. Die Finanzier-ung erfolgt aus dem Treuhandvermögen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme Potsdamer Mitte

Welche Mittel wurden bereitgestellt?

> konsumtiv (Gesamtmaßnahme Stadterweiterung Süd/ Potsdamer Mitte 2017):
Kostenplanung 2017: Aufwand: 2.645.000 EUR / Ertrag: 2.085.000 EUR    
Kostenergebnis 2017: Aufwand: 1.181.875 EUR / Ertrag: 877.500 EUR

> investiv (Gesamtmaßnahme Stadterweiterung Süd/ Potsdamer Mitte 2017):
Kostenplanung 2017: Aufwand: 2.645.000 EUR / Ertrag: 2.085.000 EUR    
Kostenergebnis 2017: Aufwand: 1.181.875 EUR / Ertrag: 877.500 EUR
 

Originalvorschläge:

Der Vorschlag wurde nach der Priorisierung vom Redaktionsteam, in dem Vertreter der Bürgerschaft und Verwaltung tätig waren, aus mehreren Vorschlägen zusammengefasst:

921 | Neugestaltung der Potsdamer Mitte umsetzen: Weitere Umsetzung des Konzeptes zur Neugestaltung der Potsdamer Mitte. Abriss des Gebäudes der FHP in 2017 und Beginn der Neugestaltung der Stadtquartiere entlang der Friedrich-Ebert-Straße. Der Beginn des Wiederaufbaus der Garnisonkirche in 2017 ist weiterhin zu unterstützen. Die Wiederherstellung des alten Marktes/Neugestaltung des Marktufers hat bereits jetzt zur Erhöhung der Attraktivität der Potsdamer Mitte geführt.
557 | Potsdamer Mitte wie geplant umgestalten: Ich bin dafür, dass die Planungen für die Potsdamer Mitte konsequent umgesetzt werden. Ein Kurswechsel von der beschlossenen Gestaltung würde neue Investitionen bedeuten.
177 | Vollendung der Sanierung der Potsdamer Mitte: Ich möchte, dass das Leitkonzept für die Potsdamer Mitte fortgeführt wird und dafür auch für die Stadtsanierung vorgesehene öffentliche Mittel genutzt werden. Gelder die für den Ausbau von Kitas, Schulen, öffentlich geförderten Wohnungsbau ect. vorgesehen sind, sollen dafür nicht verwendet werden.
524 | Wiederaufbau historischer Fassaden: Das Zubetonieren mit Bauten der Art „All-Europa-Geschmack“ muss beendet werden, sonst geht der Zauber der Stadt verloren. Ich freue mich über den Wiederaufbau von schlosshistorischen Gebäuden und Fassaden einschließlich der Garnisonkirche. Danke an alle Aktivitäten in diese Richtung und danke an alle motivierten Spender!
688 | Innenstadt wieder aufbauen: Die Investitionen in der Innenstadt sollten wie geplant eingesetzt werden. Man sollte zum jetzigen Zeitpunkt nicht von den vorliegenden Plänen abweichen.
714 | Umgestaltung der Potsdamer Mitte: Ich bin für die weitere Umgestaltung der Potsdamer Mitte rund um den Alten Markt. Dies sollte weiter gefördert und bezuschusst werden.

Kommentare

Es wird Zeit, dass endlich die von der Stadtverordnetenversammlung abgestimmten Pläne umgesetzt werden, damit die Potsdamer Mitte die Bürger und die Touristen anzieht und mit Leben erfüllt. Nachdem das Landtagsschloss, das zuerst auch sehr umstritten war, fertig geworden ist, kann man erleben, wie es jetzt anerkannt ist und von allen gelobt wird. Genauso wird es der Potsdamer Mitte ergehen, wenn sie endlich gebaut wird!

Als langjähriger Einwohner dieser wunderschönen Stadt möchte ich es in meinem hohen Alter (90 Jahre) noch erleben, wie der Alte Markt für die Bürger der Stadt Potsdam und für die Touristen ein Anziehungspunkt wird, an dem sich viele Menschen treffen können und sich an den historischen Fassaden und den modernen Häusern dazwischen erfreuen können. Dresden ist da ein Vorbild für Potsdam!

Ich bin mit den Nachkriegstrümmern aufgewachsen. Die DDR hatte nicht die Kraft aufgebracht, den Wiederaufbau zu organisieren. Allerorten fehlte es an Geld, Baumaterial und Handwerker. Jetzt endlich besteht die Chance, lasst sie nicht wieder von den SED-Ideologen und Ewiggestrigen kaputt machen! Ich möchte es noch erleben, viele Zeit bleibt mir leider nicht mehr...

Das, was so viel versprehend angefangen hat, sollte konsequent weiter verfolgt werden!

Potsdam ist die Stadt meiner Liebe. Sie braucht ihr Herz wieder und darauf hoffe ich . Auch hoffe ich, dass die Stadtverordneten, diesen seit langem feststehenden Beschluss endlich in die Tat umsetzen.

Die Abstimmung ist so kompliziert, dass ein normaler Bürger es nur mit unendlichen Schwierigkeiten schaffen kann. Das ist nicht bürgerfreundlich. Trotzdem soll die historische Potsdamer Mitte wieder erstehen und die Menschen anziehen und erfreuen.

Mit Stadtschloß und Bebauung der Alten Fahrt ist der Anfang gemacht. Die Nordseite und die Westseite des Alten Markts warten noch auf ihre Gestaltung. Auch der Steuben-Platz muss wieder entstehen.

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