Größere Anzahl von „echten“ grünen Rechtsabbiege-Pfeilen

Laufende Nummer: 
1229
Art der Übermittlung: 
Post
Betrifft: 

Nach wie vor wäre eine größere Anzahl von „echten“ grünen Rechtsabbiege-Pfeilen eine Entlastung sowohl für die Verkehrssituation als auch für die Schadstoffbelastung in der Stadt: Der Verkehr liefe flüssiger und an den Warte-Stellen würde weniger, weil kürzer, Abgas in die Atemluft gepustet. Ein abschreckendes, leicht absurdes, Gegenbeispiel sei hier angeführt: An einem Sonntag-Vormittag stand ich an der Ampel vom Alten Rad in die Kaiser-Friedrich-Straße, weil ROT war. Neben/vor mir eine Mutter mit einem Unterstufen-Kind, beide mit Fahrrad. Als dann GRÜN wurde, fuhren sie los, allerdings zu meinem Erstaunen nicht nach links Richtung Zentrum, sondern nach rechts in Richtung Golm. Es waren Null Fahrzeuge unterwegs außer uns dreien, es war extrem ruhig. Trotz der berechtigter Weise annehmbar möglichen Erziehungs-Situation sei doch die Frage erlaubt, welchen Sinn ein solches Warten hatte, zumal es auch hätte regnen können mit den für Radfahrer entsprechend negativen Nebenerscheinungen wie Sattel wird nass, Sachen sowieso. Ampeln sind dazu da, Verkehrsströme zu teilen und den Nebenrichtungen ein Einfahren zu ermöglichen. Wenn nun aber gar kein (GAR KEIN!) Verkehr da ist - warum soll da gewartet werden?! Wem nutzt denn das?! Niemandem, im Gegenteil erzeugt es nur Schaden! In der Quintessenz halte ich es für besser, die Mutter hätte ihrem Kind versucht beizubringen, die Situation zu begutachten und zu entscheiden, dass man fahren kann, da keinerlei Gefahr bestand. Eine ebensolche Entscheidung muss der Autofahrer bei einem grünen Pfeil treffen. Aber, seien wir ehrlich, bei 100km/h werden gefährlichere Entscheidungen fällig als diese am grünen Pfeil! Warum tun wir uns so schwer damit?! Ein solch übertrieben übervorsichtiges Benehmen wird allein in Deutschland verlangt. Ich halte das für kontraproduktiv und deshalb für veränderungswürdig. Fangen wir damit an!

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 
Dieser Vorschlag wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt während der Vorauswahl keine ausreichende Punktzahl von den Bürgerinnen und Bürgern und konnte aus diesem Grund nicht im weiteren Verfahren berücksichtigt werden. Eine solche Zurückweisung bedeutet jedoch nicht, dass der Vorschlag keine weitere Beachtung findet. Zur Kenntnisnahme und möglichen Berücksichtigung wurde die Anregung dem zuständigen Fachbereich der Landeshauptstadt Potsdam zur Verfügung gestellt.

Kommentare

Sie haben hier sicherlich ein veränderungswürdiges Beispiel genannt, weil mitunter auch über das Ziel hinausgeschossen wird. Allerdings würde ich aus dem genannten Beispiel eher den Schluss ziehen, die Ampel ganz abzuschalten, weil sie im Großen und Ganzen sinnlos ist und sie mithin durch Fußgänger-Überwege zu ersetzen.

Einer Zunahme der grünen Pfeile kann ich ganz und garnicht zustimmen und ich will das auch begründen. Als Bürger, der mit offenen Augen durch die Stadt läuft. Beispielsweise sind sowohl an der Kreuzung Dortustraße / Breite Straße als auch an der Kreuzung Zeppelinstraße / Feuerbachstraße die grünen Pfeile abgebaut worden. Das hatte schlicht und einfach den Sinn, weil die entlang der Breiten Straße und der Zeppelinstraße unterwegs seienden Radfahrer massiv gefährdet worden sind bzw. an ihrem Fortkommen behindert wurden. Zweites war vor allem an der Dortustraße der Fall, wo Autofahrer faktisch auf der Radfahrspur standen, um in die Breite Straße einzubiegen.

Allererstes Bemühen sollte sein, für Verkehrssicherheit zu sorgen, nicht für die Flüssigkeit des Verkehrs. Gleich auch welchen. Da liegt noch Vieles im Argen. Tendenziell bei zu vielen grünen Pfeilen und tendenziell auch dort, wo Radfahrende sich gegenüber zu Fuß Gehenden massiv ihren Vorteil verschaffen. Wie entlang der Südfassade des Landtages.

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