Mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Babelsberger Kinder

Votierungsliste Nummer: 
21
Laufende Nummer: 
482
Art der Übermittlung: 
Internet
Betrifft: 

Vorgeschlagen wird, an verschiedenen Orten und wichtigen Knotenpunkten in Babelsberg Zebrastreifen oder Ampeln zu installieren. Konkret geprüft werden sollen dabei die Querungen Rudolf-Breitscheid-Straße in Höhe Haus Nr. 47/49, Benzstraße in Höhe Nr. 1 (zur Kopernikusstr.), Alt Nowawes auf Höhe Weberpark und Alt Nowawes auf Höhe Garnstraße. Außerdem müsste in der Benzstraße eine Tempo 30-Zone eingerichtet werden, zumindest im westlichen Teil.

Bewertung / Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam: 

Der Gestezgeber hat in einer Richtlinie Regelungen über bestimmte verkehrliche, örtliche und bauliche Voraussetzungen für Zebrastreifen festgelegt. Diese Richtlinie bestimmt den rechtlichen Rahmen, ob ein Fußgängerüberweg an einer bestimmten Stelle überhaupt eingerichtet werden darf. Kriterien, wie Anzahl der Fahrzeuge, örtlich gebündeltes Fußgängeraufkommen, Anzahl der Fußgängerquerungen und ausreichende Sichtverhältnisse von Fahrzeugführern und Fußgängern untereinander, spielen eine entscheidende Rolle. Sind bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt, darf die Behörde keinen Fußgängerüberweg einrichten. Der Vorrang für Fußgänger auf Fußgängerüberwegen birgt auch oftmals die Gefahr, dass insbesondere Kinder sich nicht ausreichend vergewissern, dass auch angehalten wird und sich deshalb neue Gefahren entstehen können.
In der Vergangenheit wurden bereits, meist zum Schuljahresanfang wiederkehrend, gleichlautende Anträge umfassend geprüft. Verkehrsbeobachtungen zu Spitzenzeiten des Verkehrs haben ergeben, dass das notwendige durchschnittliche Fußgängeraufkommen für die Straßen Alt Nowawes (Höhe Weberpark und Garnstraße) und Benzstraße Richtung Kopernikusstraße nicht erreicht werden. Sie liegen unter den Werten für die Neuanlage eines Überweges. Auch liegen an diesen Stellen keinesfalls gebündelte Querungen vor. Ein Fußgängerüberweg darf deshalb nicht eingerichtet werden. Lichtzeichenanlagen bedingen generell weitaus höheren Querungsbedarf und sind sehr gefährlichen Stellen vorbehalten.
Im betreffenden Abschnitt der Rudolf-Breitscheid-Straße ist eine Querungshilfe (Gehwegvorstreckung mit Mittelinsel) installiert. Sofern Straßenbahnschienen gequert werden müssen, ist die Anlage eines Fußgängerüberweges sogar grundsätzlich ausgeschlossen. Vorgegebene verkehrliche oder örtliche Voraussetzungen sind den betreffenden Straßenabschnitten keinesfalls erfüllt.
In Alt Nowawes und Kopernikusstraße wird die verkehrliche Situation im Wesentlichen durch die bereits vorhandene verkehrsberuhigende Maßnahme der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h geprägt. In Höhe Wattstraße ist schnellerer Verkehr wegen der Abbiegevorgänge nicht möglich. Unfälle oder besondere Gefahrenmomente im Zusammenhang mit querenden Fußgängern oder Kindern sind an den in Rede stehenden Straßenabschnitten nicht bekannt. Entsprechende Geschwindigkeitskontrollen unterstützen die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung.
Die Beschränkung des Verkehrs, wie die hier vorgeschlagene Tempo 30 Zone im Westteil der Benzstraße, erweist sich in Ermangelung einer Ermächtigungsgrundlage nach der StVO als derzeit unzulässig.

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Der Vorschlag wurde im Bürgerhaushalt 2017 der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der Vorauswahl / Priorisierung ausreichend Punkte und wurde in der „Liste der Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger“ unter der Nummer 21 aufgenommen. Der Vorschlag erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der abschließenden Votierung keine ausreichende Punktzahl und konnte aus diesem Grund nicht in die "TOP 20 - Liste der Bürgerinnen und Bürger" aufgenommen werden.

Originalvorschlag:
482 | Sicherheit im Straßenverkehr für die Babelsberger Kinder: In Babelsberg sind immer mehr Kinder unterwegs. Dennoch finden sich an wichtigen Knotenpunkten keine Zebrastreifen oder Fußgängerampeln, es gibt für Kinder wegen parkenden Autos sehr unübersichtliche Stellen, wo zum Teil auch noch sehr schnell gefahren wird. Insbesondere gilt dies für den Bereich um den S-Bahnhof-Babelsberg Ausgang Wattstraße, sowie die Straße Alt-Nowawes (in der sich mehrere Kitas befinden). Die Zebrastreifen auf der Karl-Liebknecht-Straße haben sich dagegen sehr bewährt.
Vorschlag: zumindest an den folgenden Stellen müssten dringend Zebrastreifen (oder Ampeln) installiert werden:
1) Querung Rudolf-Breitscheid-Straße in Höhe Haus Nr. 47 bzw. 49
2) Querung Benzstraße in Höhe Nr. 1 (zur Kopernikusstr.)
3) Querung Alt Nowawes auf Höhe Weberpark
4) Querung Alt Nowawes auf Höhe Garnstr.
Außerdem müsste in der Benzstraße eine Tempo 30 - Zone eingerichtet werden, zumindest im westlichen Teil.

Kommentare

Vielen Dank für den Vorschlag. Vor allem die Situation vor dem Thalia Kino ist hochgradig unübersichtlich und gefährlich. Für alle im Übrigen.

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