Gemeinsame Baumpflege mit der Bürgerschaft

Votierungsliste Nummer: 
15
Laufende Nummer: 
329
Art der Übermittlung: 
Bürgerversammlung / Infostand
Betrifft: 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Um Potsdams Baumbestand zu sichern und vor Trockenschäden zu schützen, wird bürgerschaftliches Engagement dazu gefördert. Dazu werden Wasser-Gutscheine und Paten-Plaketten eingesetzt. Begleitend werden Grundwasserpumpen aktiviert und stadtweit mehr Bewässerungsbeutel eingesetzt. Auch wird ein öffentlicher Bewässerungsplan ausgearbeitet, der es allen ermöglicht sich zu beteiligen: An den Bäumen werden Hinweisschilder angebracht, die konkrete Auskunft zum Bewässerungsstand geben.

Bewertung / Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam: 

Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt das bürgerschaftliche Engagement zum Schutz der Stadtbäume vor Trockenheit. Der Sommer 2022 ist bereits der fünfte Dürresommer in Folge. Alle Einwohnerinnen und Einwohner wurden daher um Unterstützung bei der Wässerung von Bäumen auf öffentlichen Grünflächen gebeten. Während neu gepflanzte Bäume bis zu fünf Jahre von den Pflanzfirmen gewässert werden, besteht dringender Bedarf nach diesem Zeitraum. Wassergutscheine sind denkbar. Bei entsprechender Nachfrage ist mit ca. 10.000 Euro pro Jahr zu rechnen.
Die Landeshauptstadt Potsdam bietet zudem bereits die Möglichkeit, Patenschaften für Bäume einzugehen. In der bisherigen Form ist die Baumpatenschaft mit einer Spende von 1.250 Euro verbunden, für die ein Baum gepflanzt und gepflegt wird. Dieses Modell kann um eine ausschließliche Wässerungspatenschaft erweitert werden. Hierzu sind jedoch zusätzliche Verwaltungskapazitäten durch Mitarbeitende für die Betreuung der Paten sicherzustellen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 50.000 Euro pro Jahr.
Die Anlage von Brunnen ist gesondert zu prüfen. Für den Bau sind 7.000 Euro einmalig und rund 500 Euro jährlich für die Unterhaltung zu kalkulieren.

Verlauf der Vorschlagseinbringung / Rechenschaft: 

Der Vorschlag wurde im Bürgerhaushalt 2023/24 der Landeshauptstadt Potsdam eingereicht. Er erhielt von den Potsdamerinnen und Potsdamern bei der abschließenden Votierung insgesamt 2.232 Punkte, wurde unter der Nummer 15 in die „TOP 20 - Liste der Bürgerinnen und Bürger“ aufgenommen und am 7. Dezember 2022 der Stadtverordnetenversammlung übergeben (Drucksache DS 22/SVV/1134).

_

Zusammengefasst vom Redaktionsteam, Originalvorschläge:

329. Baumpflege mit Bürgern / Wasserbrunnen
Um den aktuellen Baumbestand zu sichern und insbesondere vor Trockenschäden zu schützen, sollte bürgerliches Engagement mehr gefördert bzw. mehr wertgeschätzt werden. Umsetzungsbeispiel: BürgerInnen, die sich ein Jahr lang um die regelmäßige Bewässerung eines Straßenbaumes kümmern, könnten bspw. einen "Trinkwasser"-Gutschein der EWP (20 Euro p.a.) erhalten. Auch eine Paten-Plakette oder ein Schildchen, die dieses ehrenamtliche Engagement für den Erhalt Potsdamer Bäume würdigt, wären denkbar. Für die Bewässerung und Pflege von Bäumen und öffentlichen Grünanlagen sollten in den Potsdamer Stadtteilen wieder Grundwasserpumpen (wie es sie auch am Wochenmarkt am Bassinplatz gibt) aufgestellt werden. Freiwillige könnten dort Wasser zum Gießen "ziehen". Zudem würden mehr Bewässerungsbeutel für Bäume in der ganzen Stadt helfen. Ziel: Ausgaben für Baumbewässerung bzw. für Neupflanzungen aufgrund von Trockenschäden verringern.

69. Wir schützen unsere Bäume!
Die Trockenheit macht unserer Natur und den Bäumen zu schaffen. Wäre es sinnvoll, die BürgerInnen beim Bewässern der Bäume zu beteiligen? Mit finanziellen Mitteln könnte mit ExpertInnen ein konkreter Bewässerungsplan ausgearbeitet werden, der es allen möglich macht, sich am Erhalt unserer schönen Natur zu beteiligen. Auf den zu schützenden Bäumen könnte ein Hinweisschild angebracht werden, das Auskunft gibt: 1. Wie viel Wasser braucht der Baum in der Woche? 2. Wer hat bereits wie viel gegossen? Dieser Plan ließe sich auch klein beginnen und Jahr für Jahr auf immer mehr Bäume ausweiten. Und das Projekt könnte Natur- und Umweltschutz mit starkem Engagement in der Nachbarschaft sinnvoll miteinander verbinden.

Neuen Kommentar hinzufügen