Die "WerkStadt für Beteiligung"

Die WerkStadt für Beteiligung arbeitet mit dem Ziel, allen Einwohnerinnen und Einwohnern Potsdams einen leichten Zugang zu verschiedenen Formen der aktiven Beteiligung zu ermöglichen. Das Büro versteht sich dabei als Kompetenzzentrum für Potsdam, das all jene berät und unterstützt, die selber Bürgerbeteiligung durchführen oder anstoßen möchten. In unserer Arbeit werden wir vom Beteiligungsrat unterstützt und kritisch begleitet.

Auf Basis der Grundsätze für Bürgerbeteiligung sorgen wir für bestmögliche Bedingungen bei der gemeinsamen Suche nach Ideen und Lösungen, so dass sich alle Interessierten gleichberechtigt einbringen können.

Mit folgenden Angeboten unterstützen wir Sie:

  • Recherche und Informationsbeschaffung aus Verwaltung und Bürgerschaft, Aufbereitung und die Bereitstellung dieser Informationen
  • Koordinierung und Begleitung von Bürgerbeteiligungsprozessen aus den Stadtteilen heraus („bottom-up“) und durch die Stadtverwaltung und Stadtpolitik initiierte Prozesse hinein („top-down“)
  • Vermittlung von Informationen und Kenntnissen über Bürgerbeteiligungsverfahren
  • Dokumentation und Veröffentlichung von Prozessen und Ergebnissen bei Beteiligungsprojekten
  • Orientierung an den entwickelten Leitlinien zur Bürgerbeteiligung Potsdams
  • Entwicklung einheitlicher Standards für Beteiligungsprozesse in Zusammenarbeit mit dem Beteiligungsrat

Aufbau und Struktur

Die „WerkStadt für Beteiligung“ verfügt über eine zweiteilige und gleichberechtigte Struktur, es wird sowohl verwaltungsintern als auch verwaltungsextern arbeiten. Dafür wurden Personalstellen in der Verwaltung sowie finanzielle Mittel für einen externen Träger in gleicher Höhe bereitgestellt. Durch diese paritätische Besetzung kann das Büro in allen Fragen der Bürgerbeteiligung allparteilich und unabhängig auftreten.

Die externe Trägerschaft wurde in einem Interessenbekundungsverfahren ausgeschrieben. Der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung folgte am 30. Oktober 2013 dem Vorschlag des Auswahlgremiums und des Oberbürgermeisters. Den Zuschlag erhielt eine Bietergemeinschaft aus dem Stadtteilnetzwerk Potsdam West e.V., dem Stadtjugendring Potsdam e.V. und der KUBUS gGmbH erhalten. Die Bietergemeinschaft gründete den Verein mitMachen e.V., der 2014 die externe Trägerschaft für das Büro für Bürgerbeteiligung übernahm.

Um die Zusammenarbeit der Verwaltungsmitarbeiter mit dem externen Träger zu regeln, besteht für das Büro für Bürgerbeteiligung eine gemeinsame Geschäftsordnung. Diese wurde zusammen mit der Übernahme der externen Trägerschaft durch mitMachen e.V. erarbeitet.

Das Büro versteht sich als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Einwohnerschaft. Dabei ist es zum einen ein Kompetenzzentrum für die Verwaltung, um Prozesse der Bürgerbeteiligung besser zu planen und zu koordinieren. Die Mitarbeiter sind Ansprechpartner für die Geschäftsbereiche der Verwaltung und werden Hilfestellung bei Beteiligungsprozessen geben. Dies dient auch der Stärkung der Beteiligungskultur in der Verwaltung.

Zum anderen werden im Sinne einer Basisaktivierung durch Vernetzung und Mobilisierung Bürgerbeteiligungsverfahren koordiniert und begleitet. Das Büro stellt die Verbindung zu Initiativen, Stadtteilräten, Bürgervertretungen und Einrichtungen her und dient als Ansprechpartner für die Einwohnerschaft. Eine weitere Aufgabe wird die Kompetenzvermittlung für Initiativen, Vereine und Bürger sein, die sich aktiv beteiligen wollen. Damit sollen Hürden der Beteiligung abgebaut, Hilfestellung gegeben, Ansprechpartner vermittelt und ein niedrigschwelliger Zugang gesichert werden.

Entstehungsgeschichte

In einem breit angelegten Prozess wurden seit September 2011 die Vorschläge und Ideen der Bürgerschaft, der Stadtpolitik und der Stadtverwaltung zum Thema Bürgerbeteiligung in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe diskutiert und konzeptionelle Entwürfe erarbeitet. Diese wurden der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt, die am 9. Mai 2012 mit großer Mehrheit der Einrichtung eines Büros für Bürgerbeteiligung und der Schaffung eines Beteiligungsrates zugestimmt hat.
Das Büro für Bürgerbeteiligung wird:

  • die zentrale Koordinations- und Steuerungseinheit für Bürgerbeteiligung in Potsdam sein,
  • als Kompetenzzentrum und Partner für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung („Schnittstellen“-Management) dienen,
  • für eine Vernetzung innerhalb der Stadtteile sorgen,
  • die Information und Kommunikation in Beteiligungsverfahren verbessern,
  • einen niedrigschwelligen Zugang zu Beteiligungsverfahren ermöglichen.

Auf dieser Grundlage hat das Büro für Bürgerbeteiligung zum 1. November 2013 seine Arbeit aufgenommen.


Eine ausführlichere Darstellung der Entstehungsgeschichte finden Sie im Bereich Dokumentation.