(Information veröffentlicht am 5.3.2018)

Ehrenamtlich aktiv für Naturschutzgebiete, Graureiher, Igel und Biber

Bernd Rubelt mit Naturschutzhelfer Steffen Zahn (Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann)
Bernd Rubelt mit Naturschutzhelfer Steffen Zahn (Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann)
Bernd Rubelt mit Naturschutzhelfer Steffen Zahn (Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann)

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, hat am 5. März 2018 elf ehrenamtliche Naturschutzhelfer und Naturschutzhelferinnen der Landeshauptstadt Potsdam offiziell bestellt. Die Bestellung fand zum Auftakt der Naturschutzbeiratssitzung der Landeshauptstadt Potsdam statt.

„Ich danke allen ehrenamtlichen Naturschutzhelferinnen und Naturschutzhelfern für das Engagement und die Bereitschaft, aktiv für den Naturschutz in der Landeshauptstadt tätig zu sein. Gemeinsam mit den Naturschutzvereinigungen und dem Naturschutzbeirat sind sie wichtige Partner der Unteren Naturschutzbehörde bei der Erhaltung und Pflege von Tierarten und Landschaften“, sagte der Beigeordnete, als er die offiziellem Bestellungsurkunden und Dienstausweise an die Ehrenamtler übergab.

Die Aufgabe der Naturschutzhelferinnen und Naturschutzhelfer beinhaltet in der Regel einen spezifischen Themenbereich. So werden beispielsweise einzelne Schutzgebiete betreut, wie das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Heldbockeichen“ beidseitig der Nedlitzer Straße, das Naturschutzgebiet „Obere Wublitz“ im Ortsteil Marquardt und das Flächennaturdenkmal „Graureiherkolonie im Wildpark“. Es werden Igelberatung und in besonderen Fällen eine Igelbetreuung durchgeführt oder die Aufgabe des Biberberaters wahrgenommen.

Die nun bestellten ehrenamtlichen Helfer bewarben sich bei der unteren Naturschutzbehörde. Einige von ihnen sind bereits seit Jahren ehrenamtlich – auch für die Landeshauptstadt Potsdam – tätig; andere übernehmen erstmals eine solche Aufgabe. Einige Schutzgebiete und Artengruppen harren allerdings noch ihrer ehrenamtlichen Betreuung, sodass weitere Bewerbungen gern von der Unteren Naturschutzbehörde entgegengenommen werden.

Die Bestellung von der Naturschutzhelferinnen und Naturschutzhelfern erfolgt auf der Grundlage des Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetzes. Die Helferinnen und Helfer stellen neben den anerkannten Naturschutzvereinigungen und dem Naturschutzbeirat die dritte Säule des ehrenamtlichen Naturschutzes dar, welche die Behörde bei ihrer Arbeit unterstützt. Die Ehrenamtlichen sollen die zuständigen Behörden über nachteilige Veränderungen in der Landschaft benachrichtigen und darauf hinwirken, dass Schäden von Natur und Landschaft abgewendet werden. In diesem Zusammenhang werden sie mit besonderen Rechten und Pflichten ausgestattet, so zum Beispiel das Betretungsrecht für Grundstücke mit Ausnahme von Haus- und Gartengrundstücken und das Recht, Personen zur Feststellung ihrer Identität anzuhalten, bei denen ein begründeter Verdacht der Zuwiderhandlung gegen naturschutzrechtliche Vorschriften besteht. Während der Ausübung ihrer Tätigkeit müssen sie einen von der Stadtverwaltung ausgegebenen Dienstausweis bei sich führen, der auf Verlangen vorzuzeigen ist.