Das Zukunftsprogramm: „Potsdam muss selbstständig vorsorgen“

Gemeinsam in die Zukunft schauen (Grafik: maria-pfeiffer.de)
Gemeinsam in die Zukunft schauen (Grafik: maria-pfeiffer.de)
Gemeinsam in die Zukunft schauen (Grafik: maria-pfeiffer.de)

Die Landeshauptstadt Potsdam befindet sich aktuell in einem Jahrzehnt der Investitionen. Das führt dazu, dass die Schulden Potsdams, trotz positiver Vorjahresergebnisse und zusätzlicher eigener Investitionsmittel, kontinuierlich steigen. Investiert wird unter anderem im Bereich der Bildungsinfrastruktur. Im Jahr 2018 liegen die Schulden bei insgesamt 344 Mio. Euro (2019: 379 Mio. Euro). Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung beträgt damit rund 1.923 Euro (2019: 2.085 Euro). Diese wird bis zum Ende des Jahres 2022 voraussichtlich auf 2.223 Euro ansteigen. Die Landeshauptstadt hat aus diesen Grund parallel zum Doppelhaushalt 2018/19 erneut ein „Zukunftsprogramm" als freiwilliges Konsolidierungsprogramm vorgelegt. Das „Zukunftsprogramm 2022“ umfasst 27 Einzelmaßnahmen und hat das Ziel, zukünftig weiterhin gute Haushaltsabschlüsse zu unterstützen und damit spürbare finanzielle Handlungsspielräume zu schaffen.

„Unsere Fragestellung bei der Erstellung des Zukunftsprogramms lautet stets, was sich Potsdam zukünftig leisten kann und was nicht.“ fasst Christian Maaß, Verantwortlicher für das Zukunftsprogramm, zusammen. Er verweist dabei auch auf die sinkenden investiven Zuschüsse des Landes Brandenburg. „Der sogenannte „Solidarpakt II“ läuft im Jahr 2020 aus. Das hat zur Folge, dass die Stadt selbstständig vorsorgen und Investitionen aus eigener Kraft finanzieren muss. Unsere Aufgabe besteht dann darin, über die Mindestanforderung des Haushaltsausgleichs hinauszugehen. Die guten Haushaltsergebnisse der Vorjahre zeigen, dass Potentiale vorhanden sind.“

Im Rahmen des Zukunftsprogramms wird hinterfragt, welche Aufgaben die Stadt tatsächlich erfüllen muss und auf welche verzichtet werden kann. Bestimmte Arbeiten lassen sich auch kostengünstiger realisieren oder es gibt Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen zu erreichen. „Diese Stellen rückt das Zukunftsprogramm in den Fokus. Unser Ziel ist, die Aufgaben der Verwaltungsarbeit und ihren Umfang an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen und die Stadt somit fit zu machen für die enormen Leistungen der kommenden Jahre.“ fasst Christian Maaß diesen wichtigen Arbeitsauftrag für die gesamte Verwaltung der Landeshauptstadt Potsdam zusammen.

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