Bottom-Up Prozesse (aus der Zivilgesellschaft)

Bottom-Up Prozesse

Bei Bottom-Up Prozessen handelt es sich in der Regel um Beteiligungsanliegen, die aus der Zivilgesellschaft heraus formuliert und an Verwaltung und Politik herangetragen werden. Hierbei lassen sich im Gegensatz zu Top-Down Prozessen keine so klaren Unterkategorien abgrenzen. Häufig entstehen Bottom-Up Prozesse aus dem ehrenamtlichen Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern. Zumeist steht dabei die Formulierung und Durchsetzung von Anliegen im Vordergrund, die bisher durch Verwaltung und Politik nicht ausreichend behandelt wurden. Bottom-Up Prozesse können nur schwer in klare Kategorien unterteilt werden. Ein wichtiger Ansatz in diesem Feld ist das sogenannte Organizing, welches die WerkStadt für Beteiligung in ihrer Arbeit aus der Zivilgesellschaft verfolgt.

Organizing

Beim Organizing werden Gruppen dabei unterstützt, sich zu organisieren, sich ihrer gemeinsamen Interessen bewusst zu werden und diese mit einem klaren Ziel gegenüber öffentlichen Stellen und Politik zu vertreten. Dies ist immer dann wichtig, wenn viele verschiedenen Menschen zwar mit den gleichen Problemen kämpfen oder ein ähnliches Anliegen verfolgen, es zugleich aber keine organisierte Form der Interessenvertretung gibt. Da Politik und Verwaltung in diesen Fällen kein unmittelbares Gegenüber zur direkten Verhandlung hat, ist es sehr schwierig, zusammen mit den Interessierten angemessene und akzeptierte Lösungen zu entwickeln. Konflikte schwelen dann oft „unter der Oberfläche“ weiter und können nicht angemessen bearbeitet werden. Beim Organizing erhalten Interessierte Unterstützung, um sich zu organisieren, ihre gemeinsamen Belange zu formulieren und auf Augenhöhe mit Politik und Verwaltung, aber auch anderen Gruppen der Stadtgesellschaft auftreten zu können. Man könnte auch sagen: Organizing macht fit für Beteiligung.